Arbeitsvorlage aus dem Buch

Prüftiefe festlegen

Bestimme vorab, wie gründlich ein Ergebnis je nach Risiko, Quellenlage und möglichem Schaden geprüft werden muss.

Version v1.0Stand Risikostufe mittel

Wann sie hilft

Wenn „noch einmal prüfen“ zu ungenau ist. Die Vorlage macht sichtbar, ob eine Plausibilitätskontrolle reicht oder jede Behauptung auf ihre Quelle zurückgeführt werden muss.

So verwendest du sie

Prüfstufe Geeignet für Mindestprüfung
1 – schnell intern, leicht umkehrbar Plausibilität, Vollständigkeit, Format
2 – solide geschäftlich relevant Stichprobe, Schlüsselzahlen, Quellenzugang
3 – tief extern oder folgenreich jede Kernbehauptung, Gegenprobe, Freigabe
4 – unabhängig hoher möglicher Schaden zweite Person, widersprechende Prüfung, dokumentierte Entscheidung

Trage pro Ergebnis ein: mögliche Wirkung, Datenart, Umkehrbarkeit, Quellenqualität, gewählte Stufe, Prüfer und Fälligkeit. Wähle die Stufe nach dem höchsten Einzelrisiko.

Prüfen

  • Wurden Zahlen und Namen gegen die Quelle geprüft?
  • Ist eine Stichprobe wirklich zufällig und ausreichend breit?
  • Wurde bei hoher Prüftiefe aktiv nach Gegenbelegen gesucht?
  • Sind offene Punkte als offen markiert statt geglättet?

Grenzen

Mehr Prüfschritte sind nicht automatisch bessere Prüfung. Entscheidend sind fachliche Kompetenz, zugängliche Quellen und ein klarer Maßstab.